Deutsche Meisterschaft VG8

Deutsche Meisterschaft voller Erfolg für den Modellbau Club aus der Örtze Stadt

 

Vom 11.-14. September dieses Jahres war es soweit. Der Modellbau Club Munster richtete an diesem Wochenende die Deutsche Meisterschaft der Klasse VG 8, die Königsklasse im RC-Car Sport, aus. Im Vorfeld kündigten sich knapp 80 Fahrer aus ganz Deutschland zu diesem Prädikats lauf an. Darunter hochrangige Namen aus der Deutschen RC-Car Szene wie Michael Salven oder der frisch gebacken Europameister der Klasse VG 10 Scale Robert Pietsch.

Die ersten Teilnehmer reisten bereits Dienstag an, besichtigten die Strecke und verbrachten dann die Zeit damit, verschiedene Sehenswürdigkeiten oder Einrichtungen zu besichtigen wie das „Deutsche Panzermuseum“ oder den „ Heide- Park Soltau“.

Ab Donnerstag um 9:00 wurde die Strecke frei gegeben, das Fahrerlager wurde rasch voll und als die Strecke vom Regen der Nacht abgetrocknet war, ging es los. Die Motoren wurden an geschmissen und die Zahl der Autos auf der Strecke vermehrten sich rasch. So rasch, dass aus den geplanten freien eine Gruppentraining wurde.

Auch am Freitag gab es Gruppentraining. In dem die Teilnehmer weiterhin ihr Auto auf die sich verändernden Streckenbedingungen abstimmten. Es war schon ein Wahnsinn zu beobachten wie die ca. 50cm langen Fahrzeuge nach vorne katapultiert wurden und am Ende der Geraden mit knapp 120 km/h Vollgas um die 90° Kurve fuhren und in der drauf folgenden Spitzkehre auf ca. 30 km/h abgebremst wurden. In den Trainingseinheiten dominierte Robert Pietsch das geschehen und zeigte damit ganz deutlich seine Ambitionen auf den Deutschen Meistertitel. Das Training endete gegen 18 Uhr. Anschließend gab es ein gemütliches Abendessen.

Samstag, der Tag der Qualifikation.

Am Samstag war der erste Teil der Vorentscheidung, die Vorläufe! Da die Deutsche Meisterschaft VG 8 aufgeteilt ist in Klasse 1 (Fortgeschritten - Profi) und Klasse 2 (Anfänger – Fortgeschritten) wurden in beiden Klassen um die besten Startplätze in den Sub-Finalen gefahren. In insgesamt 5 Vorläufen hatte jeder Fahrer 5 Minuten Zeit, seine persönliche Bestzeit zu erfahren. Man merkte schnell, dass der Druck auf den Fahrern wuchs. Dies zeigte sich bei einigen in Fahrfehlern bei anderen mit absoluter Topleistung. Auch die Feindkontakte nahmen zu, aber schnell sortierten sich alle wieder und fuhren ihre besten Vorläufe. In der Klasse 2 konnte sich Tom Krägefski die Vorläufige Pole erkämpfen. In der Klasse 1 feuerte Robert Pietsch im letzten Vorlauf ein Feuerwerk ab, er zauberte einen neuen Streckenrekord auf die Bahn. 14,212 Sekunden brauchte er um den 260m langen Hollmoorring zu umrunden. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 66km/h. Auch eine neue Vorlaufbestzeit stellte er auf und fuhr 21 Runden in 5:04,041 Minuten. Damit stand er mit 3,3 Sekunden Vorsprung vor Oliver Mack auf der vorläufigen Pole.

Sonntag, der Tag der Entscheidung

Am Sonntag standen die Finalläufe auf dem Zeitplan, die Startaufstellung dafür wurde aus den Vorläufen ermittelt.

In den verschiedenen Sub-Finalen wurde reichlich um die wertvollen Plätze gekämpft denn die ersten 3 aus jeden Subfinale stiegen jeweils in das nächste Subfinale auf und hatten weiterhin die Chance sich für das Finale zu Qualifizieren. Die Achtel- und Viertelfinalläufe gingen jeweils über eine Laufzeit von 15 Minuten. Während die Halbfinalläufe über 25 Minuten gefahren wurden. In den jeweils 2 Halbfinale`s der Klasse 1 und 2 stiegen jeweils die ersten 5 Fahrzeuge in das Finale auf. Somit war hier einiges an Aktion geboten, ob eine komplette Aufholjagd, wie von Oliver Mack, ein Ausfall kurz vor Schluss auf einen Finalplatz oder einen Souveränen Start und Ziel Sieg wie von Robert Pietsch war alles vertreten. Nach jedem Finallauf wurden die Fahrzeuge in der Technischen Abnahme abgenommen. Auch hier gibt es wie in der Formel 1 vorgaben die eingehalten werden müssen. Aber Disqualifikationen gab es in diesem Jahr nicht.

Je näher die Finalläufe kamen umso mehr Zuschauer säumten den Zaun der Rennstrecke. Nicht nur die angereisten und bereits ausgeschiedenen Fahrer und Helfer waren zu sehen, viele Munsterraner fanden an diesem Wochenende ebenfalls den Weg zum Hollmoorring. So waren an gesamten Wochenende ca. 1000 Zuschauer auf der RC-Car Rennstrecke. Zu den Finalläufen am Sonntag waren es Schätzungsweise ca. 400 Zuschauer.

Dann wurde über den Lautsprechern zum Finale der Klasse 2 gerufen. 40 Minuten Fahrzeit lagen vor dem Fahrer, dem Auto und der Mechaniker Crew. Höchstleistung waren gefordert. Jetzt musste jede Komponente passen, das Timing der Boxenstopps, die Rundenzeiten und die Konzentration.

Mit Ein- und Ausfahrt der Boxengassen dauerte hier ein Boxenstopp ca. 6 Sekunden. Auch hier konnten man einiges an Zeit gewinnen oder liegen lassen. Positionswechsel gab es einige ob nun auf der Strecke oder in der Box. Es gab tragische Ausfälle auf Podiumskurs und einen Souverän Sieger zu sehen. So konnte sich Tom Krägefski (RCCR Munzig e.V.) mit sage und schreibe 7 Runden Vorsprung den Deutschen Meistertitel der Klasse 2 sichern. Vor Nico Vandewynkel (RT Harsewinkel) und Philipp Römer (MAC Adenau). Allerdings konnte sich Nico Wandewynkel noch über den Deutschen Meistertitel der Altersklasse 40+ freuen und Philipp Römer darf sich Deutscher Jugendmeister Kl.2 2014 nennen.

 

Dann stand das Finale der Klasse 1 auf dem Programm. Auch hier gab es eine Laufzeit von 40 Minuten, der Zaun rings um die Rennstrecke wurde noch einmal stark befüllt. Alle waren gespannt auf das Finale. Aus der Zeitnahme ertönte das Kommando „Fahrzeuge und Helfer in die Startaufstellung“ anschließend wurde runter gezählt. „ 10,9,8,7,6,5,4“ die Stimme verstummte, Rennleiter Jens Bünting senkte die Flagge, die Fahrzeuge wurden abgestellt. Dann Riss der Rennleiter die Flagge hoch und das Rennen war freigegeben. Harte Duelle folgten. Vorne weg fuhr Robert Pietsch, doch dahinter gab es reichlich Aktion und auch Feindberührungen. So kämpften lange Zeit Oliver Mack und Lars Hoppe um den 2 Platz. Doch 40 Minuten waren lang, hier wurde RC-Carsport auf höchster Ebene betrieben. Auch die Boxenstopps waren ausschlaggebend. Während in der Kl. 2 die Boxenstopps zwischen 6-10 Sekunden schwankten lagen die Stopps in der Kl. 1 zwischen 5 und 6 Sekunden. Hier entschied der kleinste Fahrfehler. Insgesamt auch erfreulich das es 4 Fahrer aus dem Norddeutschen Raum ins Finale geschafft haben. (Lars Hoppe, Timo Schröder, Merlin Depter und Andreas Giesa). Es gab einige Rangeleien im Feld, auch das sich die Karosserie von einem „Chassis“ löste blieb nicht unentdeckt, das Fahrzeug wurde schnell in die Box gebracht zur Reparatur. Aber in so einem engen Fahrerfeld reicht so ein Missgeschick aus um keine Chance mehr auf den Titel zu haben. Nach ¾ der Fahrzeit entschieden sich die meisten Boxencrews dazu einen Reifenwechsel an den Fahrzeugen vor zunehmen. So war der Boxenaufenthalt für Tanken und Reifenwechsel mit Ein und Ausfahrt ca. 19 Sekunden lang.

Ganz Souverän setzte sich Robert Pietsch immer weiter ab hatte zu diesem Zeitpunkt schon ca. 2 Runden Vorsprung. Nach 40 Minuten war das Finale vorbei. Nachdem die Fahrzeuge von der Technischen Abnahme freigegeben wurden, wurde der Deutsche Meister Kl.1 2014 gekürt.
Der Deutscher Meister Kl.1 2014 heißt Robert Pietsch (MRT Rosenheim e.V.) der sich in den 40 Minuten 3 Runden Vorsprung auf Merlin Depta (2-Speed Racing Team) heraus fahren konnte. Auf den 3 Platz schaffte es Frederik Südhoff (MCC Rheda-Wiedenbrück e.V.)

Deutscher Meister 40+ wurde Andreas Giesa (MSC Pol. Braunschweig), Deutscher Jugendmeister wurde Toni Gruber (1. VMSC Plauen e.V.)

Der Modellbau Club Munster e.V. Gratuliert allen Gewinnern und Teilnehmer zu ihren Ergebnissen und bedankt sich für diese Tolle Veranstaltung.

Ein großes Dankeschön geht an die Mitglieder und Helfer des MC Munster e.V. die auf Grund dieser großen Veranstaltungen bereits Monate vorher mit den Vorbereitungen begonnen haben und in den letzten 2-3 Wochen vor und während der 4 tägigen Veranstaltung mit mehr als 30 Helfern vor allem auf der Anlage „Hollmoorring“ im Einsatz waren, knapp 1000 Arbeitsstunden kamen dabei zusammen.

Weitere Infos gibt es hier: www.mcmunster.de

 

   
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